Dieses Projektmanagement‑Handbuch legt die verbindlichen Mindeststandards sowie die Rollen, Verantwortlichkeiten, Prozesse und Vorgehensmodelle für alle internen und externen Projekte der cronos fest. Es dient ProjektleiterInnen, Projektmitarbeitenden, Führungskräften sowie dem PMO als klare Orientierung und praktische Arbeitsgrundlage für die Planung, Steuerung und den Abschluss von Projekten.
Ziel des Handbuchs ist es, ein einheitliches, professionelles Projektmanagement‑Framework bereitzustellen, eine transparente und reproduzierbare Projektabwicklung zu gewährleisten und ein konsistentes Qualitätsniveau in allen Kunden‑ und internen Projekten zu sichern. Gleichzeitig fördert es die Harmonisierung klassischer, agiler und hybrider Projektpraktiken und stellt praxisnahe Leitfäden, Entscheidungshilfen sowie Templates zur Verfügung, um effizientes und nachvollziehbares Arbeiten zu unterstützen.
Das Handbuch ist bewusst kompakt gehalten und verweist auf ergänzende Templates, Checklisten und Best Practices, die fortlaufend weiterentwickelt werden.
Dieses Handbuch gilt für sämtliche Kundenprojekte – etwa SAPTransformationen, Softwareentwicklungen, ITStrategieVorhaben, ITTransitionen, Outsourcing Begleitungen und Ausschreibungen – ebenso wie für interne Initiativen (z. B. Organisations oder Toolingprojekte). Es richtet sich an alle ProjektleiterInnen, Scrum Master, Product Owner und Projektteams und findet Anwendung unabhängig vom gewählten Vorgehensmodell (klassisch, agil oder hybrid) sowie bei Projekten, die als Dienstleistungs oder Werkvertrag geführt werden. Abweichungen sind nur zulässig, wenn zwingende Kundenvorgaben ein anderes Vorgehen verlangen; in solchen Fällen bleiben die internen Pflichtelemente des Handbuchs mindestens verbindlich einzuhalten.
Die Projektmanagementverantwortlichen (PMO) tragen die Gesamtverantwortung für die Qualität und Konsistenz des Projektmanagements. Sie pflegen, entwickeln und aktualisieren das Handbuch kontinuierlich weiter. Zur Sicherstellung der Standards übernehmen sie die Qualitätssicherung (z. B. Audits, Stichprobenprüfungen) und sorgen dafür, dass alle internen Pflichtelemente verbindlich umgesetzt werden. Praktisch stellen sie die Templates bereit und halten diese aktuell und definieren Namens und Versionskonventionen. Darüber hinaus unterstützen sie ProjektleiterInnen beim Aufsetzen neuer Projekte durch Beratung, Checklisten und Onboarding, beraten bei der Methodenwahl (klassisch/agil/hybrid) und stellen Hilfestellung bei Governance und Eskalationsfragen sicher. Abschließend berichten sie über den Status der PM-Standards an die Geschäftsführung/den Lenkungskreis und initiieren bei Bedarf Maßnahmen zur Weiterentwicklung.
Ein Projekt ist ein einmaliges, zeitlich begrenztes und zielorientiertes Vorhaben, das häufig durch erhöhte Komplexität oder Risiken gekennzeichnet ist und die koordinierte Zusammenarbeit mehrerer Beteiligter erfordert. Dieses Handbuch fußt auf den Werten der cronos – insbesondere Kundenorientierung, Integrität, Verlässlichkeit, fachliche Exzellenz, Innovation und Digitalisierung sowie Ergebnisorientierung, Partnerschaft, Agilität, Transparenz, Vertraulichkeit, Nachhaltigkeit und Respekt. Die konsequente Einhaltung dieser Grundprinzipien bildet die Basis für den Projekterfolg, sichert die Qualität der Leistungen und stärkt langfristig das Vertrauen und die Zusammenarbeit mit Kundinnen, Kunden und Partnern.
Die aufgeführten Qualitätsanforderungen und Mindeststandards bilden die verbindliche Grundlage für die Durchführung von Projekten und sind als Mindestanforderungen zu verstehen: Ziele und Erfolgskriterien sind SMART zu formulieren, Rollen und Verantwortlichkeiten eindeutig festzulegen, Planung und Steuerung transparent und nachvollziehbar (klassisch oder agil) zu dokumentieren, alle relevanten Dokumente versioniert und eindeutig zu benennen, Abnahme und ReviewProzesse formal zu regeln sowie ein nachvollziehbares Risikomanagement zu etablieren. Alle Pflichtdokumente müssen in einem zentralen, internen Projektablageort hinterlegt sein (z.B. Teamskanal, BCS, etc….). Externe Werkzeuge (z. B. kundenseitiges Jira) können ergänzend genutzt werden, kundenspezifische Vorgaben sind zu beachten; die interne Pflichtdokumentation und Nachvollziehbarkeit müssen jedoch unabhängig davon mindestens im gewählten Ablageort gewährleistet bleiben. Das PMO überwacht die Einhaltung dieser Mindeststandards und stellt Templates, Namens/Versionskonventionen sowie Prüf- und Reviewprozesse bereit.
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein unterstützendes Werkzeug im Projektmanagement und kann dazu beitragen, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten sowie die Qualität von Ergebnissen zu verbessern. Sie unterstützt beispielsweise bei der Erstellung von Dokumenten, der Analyse von Informationen, der Strukturierung von Inhalten oder der Vorbereitung von Entscheidungen. Die Verantwortung für projektrelevante Entscheidungen, Bewertungen und Freigaben verbleibt jedoch jederzeit bei den verantwortlichen Projektbeteiligten. Für den Einsatz von KI gelten die unternehmensinternen KI-Richtlinien sowie der KI-Leitfaden, die verbindliche Vorgaben zu zulässigen Anwendungsfällen, Datenschutz, Informationssicherheit und Qualitätssicherung enthalten.